
Asiatische Himmelslaternen haben schon eine sehr lange Geschichte, denn im alten China wurde sie schon vor Beginn der christlichen Zeitrechnung verwendet. Den Ruf als Glücksbringer hatte sie damals noch nicht. Pate stand ein Militärangehöriger namens Kong Ming. Er erkannte nämlich, dass sich die asiatische Himmelslaterne ähnlich wie ein Signalfeuerwerk einsetzen ließ, aber bei weitem nicht eine so große Aufmerksamkeit erregte, wie das durch das Mündungsfeuer und die schnelle Bewegung bei einer Leuchtrakete der Fall war.
Da asiatische Himmelslaternen mit ihren verschiedenen Farben auch hübsch anzusehen waren, wurden sie später auch im privaten Bereich eingesetzt, um ein optisches Highlight bei besonderen Feiertagen zu setzen. Von dort bis zum Einsatz als Glücksbringer war es nur ein kleiner Schritt, denn nach dem Aufstieg bis in große Höhen ähnelten sie ein wenig den Sternschnuppen, die bei den Menschen in aller Welt schon immer als Botschafter des Glücks angesehen werden.
Eine asiatische Himmelslaterne ist ganz einfach zu bauen. Im Prinzip braucht man nichts weiter als eine dünne Papiertüte, Drähte oder Trinkhalme und eine Kerze. Mit den Trinkhalmen oder Drähten wird das offene Ende der Tüte auseinander gedrückt. Auf dem entstehenden Kreuz oder dem Stern wird die Kerze so befestigt, dass sie in das Innere der Tüte ragt. Zündet man die Kerze an, wirkt sie wie die Gasbefeuerung eines Heißluftballons und sorgt dafür, dass sie samt der Tüte nach oben steigt. Je höher sie kommt, desto schneller wird sie.
Asiatische Himmelslaternen können von Scherwinden allerdings auch seitlich davongetragen werden. Niemand kann vorher bestimmen, wo die Laterne wieder den Erdboden berühren wird und ob die Kerze bis dahin niedergebrannt ist. Auch kann ein ungünstiger Windstoß die Tüte zerreißen oder in Brand geraten lassen. Diese Unberechenbarkeit und die davon ausgehenden Gefahren haben dazu geführt, dass asiatische Himmelslaternen in Deutschland inzwischen verboten worden sind .
Auch sollte man nicht unterschätzen, dass asiatische Himmelslaternen zur Gefahr für den Flugbetrieb werden können. Sollte eine Laterne beispielsweise in die Rotorblätter eines Hubschraubers kommen, kann das zu einem Absturz des Fluggeräts führen. Das gilt in gleichem Maße für die Rotorblätter und Turbinen der Flugzeuge. Es ist zwar schade, dass dieser Glückbringer bei uns von der Bildfläche verschwunden ist, aber die Sicherheit sollte immer Vorrang haben.
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